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Über uns

Geschichte

Pioniergeist und visionäres Denken ziehen sich durch die Entwicklung der KWG wie ein roter Faden. In der Gründerzeit war es das ehrgeizige Ziel, auch der ländlichen Bevölkerung durch die Versorgung mit Strom mehr Lebensqualität zu bieten. Was auch voll und ganz erreicht wurde. Später, nach dem zweiten Weltkrieg, galt es, sich trotz der weitreichenden Verstaatlichung der Stromversorgungsunternehmen die Selbstständigkeit und genossenschaftliche Rechtsform zu bewahren. Auch hier machte sich der unermüdliche Einsatz der Verantwortlichen für die Sache bezahlt. Heute ist es vor allem die Gewährleistung der zukünftigen Versorgungssicherheit, der die Bestrebungen der KWG in bewährter Weise gelten. Das beinhaltet die Umstellung auf vollautomatischen Betrieb ebenso wie die Vorsorge für einen weiteren Ausbau der Wasserkraft und eine Erweiterung der Serviceleistungen in Form von Energie- und Tarifberatungen sowie verstärktem Kontakt zu Mitgliedern und Kunden. Wir blicken mit Stolz zurück. Und mit viel Engagement in die Zukunft.

Gründungsversammlung am 18. November 1920 in Rüstorf: 32 Teilnehmer

1921
Am 12. Juni 1921 zählt die Genossenschaft 70 Mitglieder. Mit Ende des Jahres werden bereits 380 Mitglieder registriert.

1924
Nach 4jähriger Bauzeit konnte endlich im Oktober Turbine 1 in Betrieb genommen werden. 9000 m³ Erdreich mussten ohne Baumaschinen bewegt werden.

1925
Am 29. Juni feierliche Einweihung des Werkes.

1934
Bau eines neuen Holzwehres in der Ager.

1944
Leitungsbau erfolgt durch technischen Notdienst bzw. Robot der Stromabnehmer.

1947
Bau eines Betonwehrs; erstmaliger Fremdstromzukauf notwendig

1952
Bau des Verwaltungsgebäudes in Staig

1956
Bau eines Garagen- und Materiallagergebäudes

1959
Kauf zweier kalorischer Stromerzeugungsanlagen; Bau eines Treibstofflagers

1976
Erweiterung des Wasserkraftwerkes durch den Einbau einer Kaplanturbine (Verdoppelung der Stromerzeugung aus Wasserkraft)

1982
Neubau eines weiteren Lager- und Garagengebäudes; Anschaffung einer hauseigenen EDV-Anlage

1984
Erweiterung des kalorischen Kraftwerks um 2 Dieselanlagen; Neubau E-Werks-Leitstand; Neubau einer Kraftwerks- u. Netzleitstelle

1987
Inbetriebnahme Wasserkraftwerk Deutenham; Kauf eines Sägewerksareals in Staig; Kauf Fischwasser in der Ager (7,5 km); Erwerb Mühle Wankham samt Wasserkraftwerk

1992
Erweiterung E-Werk-Warte samt Installation eines Doppelrechnersystems; Erweiterung Leitstand

1993
Erwerb des Wasserkraftwerkes Mühlwang

1996
Inbetriebnahme des vollautomatisierten Kraftwerks- u. Netzbetriebes

1997
Modernisierung Verwaltungsgebäude

2001
Erwerb des Wasserkraftwerkes Kaufing

Freier Strommarkt ab 1. Oktober

2002
Ein Jahrhunderthochwasser verursacht große Schäden. Die Ager bricht unterhalb Deutenham aus, zerstört unter anderem die Erdkabelleitung aus dem Kraftwerk und überflutet die Ortschaft Au.

2003
Eine massive Hitze- und Trockenperiode ab Mai beeinträchtigt massiv die Erzeugung aus Wasserkraft

2004
Durch eine Optimierung der Anbindung an das UW Traunfall bzw. der Neuerrichtung einer Anbindung an das UW Lambach kommt es zu einer weiteren Verbesserung der Versorgungssicherheit.

2005
Am Kraftwerksstandort Hart wird die Erzeugung aus Wasserkraft durch den Tausch der Turbine II, Baujahr 1924, mit einer Leistung von 600 kW, gegen eine Bulb-Kaplanturbine, mit einer Leistung von 1600 kW, optimiert.

2007
Am 18. und 19. Januar fegt der Orkan Kyrill auch über das KWG-Netz. Durch den hohen Verkabelungsgrad des Verteilnetzes hielten sich die Stromausfälle in Grenzen.
Trotz widrigster Wetterbedingungen, besuchen am 9. September ca. 1.500 interessierte Stromkunden unseren 1. KWG-Erlebnistag, in Hart.

2008
Am 27. Januar verursacht der Orkan „Paula“ und am 1. März „Emma“ beachtliche Leitungsschäden – sogar Betonmasten werden geknickt .
In „Imling“ kommt es durch den Anschluss aus den UW Timelkam zu einer weiteren Abstützung des Verteilnetzes.

2009
Zwecks Optimierung der Arbeitsbedingungen wird beim Kraftwerk Hart eine Vergrößerung der Maschinenhalle durchgeführt. Bei der Gelegenheit wird nicht nur der Werkstättenbereich, sondern auch der Büro- und Sanitärbereich erneuert.

2010
Im Juli erfolgt der Baubeginn zwecks Anpassung der Wehranlage für das Kraftwerk Hart an die neue  Wasserrahmenrichtlinie. Folgende Umsetzungsschritte sind vorgesehen:

1. Verbreiterung des festen Wehres (v.a. Entschärfung Hochwasser)
2. Sanierung Altbestand
3. Errichtung eines Grobrechens mit Schotterabwehr
4. Einbau einer Restwasserturbine zwecks Nutzung der erhöhten Dotierung der Ager (ca. 500.000 kWh/p.a.)
5. Errichtung einer neuen Organismenaufstiegshilfe nach dem Stand der Technik

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr bis Sommer 2011 abgeschlossen sein.
Die Gesamtkosten für die Maßnahmen errechnen sich mit ca. € 1,7 Mio. Bei diesen Kosten ist die Mindererzeugung beim KW Hart von ca. 900.000 kWh/p.a., bedingt durch die Erhöhung der Dotationsmenge für die Ager, noch nicht berücksichtigt.

14. Januar 2011
Aufgrund eines Warmwettereinbruches, begleitet von starkem Regen, kam es zu einer massiven Schneeschmelze. Der Agerpegel stieg innerhalb weniger Stunden von 1,50 m auf 3,50 m. Oberhalb des Wehres "Glatzing" brach ob der Wassermassen die Ager linksseitig aus und verursachte große Schäden. So wurde unter anderem auf ca. 150 m die Druckleitung des RHV Schwanenstadt, der "Römerradweg" auf eine Länge von ebenfalls ca. 150 m und der Uferverbau weggespült. Ebenfalls waren Privatgrundstücke samt Bewuchs im Schadensbereich entsprechend betroffen.